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Home Feuilleton Geschichte

Faschismus und Holocaust

27. Jänner 2025
in Geschichte
Faschismus und Holocaust

Auszug aus dem Buch: „Was ist Faschismus? – Aspekte eines marxistischen Theorieansatzes“ von Tibor Zenker, erschienen 2006 in Wien.

Warum die Betrachtung des Holocausts wenig Erhellendes zur Faschismustheorie im Allgemeinen beitragen kann, liegt auf der Hand: der Holocaust ist eine einzigartige Erscheinung des deutschen Faschismus, für die es keine Entsprechung gibt. Insoweit der Holocaust also keinen Erklärungswert für den Faschismus hat, stellt sich die Frage umgekehrt, nämlich nach Erklärungsansätzen und ‑beiträgen für den Holocaust aus der Analyse des Nationalsozialismus, d.h. der spezifischen Bedingungen des deutschen Imperialismus, seiner faschistischen Organisierung – und seiner Ideologie.

Auf jeden Fall sollte man sich zuallererst davor hüten, den Holocaust in den Bereich des „Unfassbaren“, des „Unerklärbaren“ und schlichtweg „Irrationalen“ abzuschieben. Wer den Holocaust als „unerklärliches Phänomen“ abstrahiert, nimmt sich jede partielle Analysemöglichkeit. Dass bedeutet zunächst, dass der kontextuelle Bezugsrahmen zu wahren ist: der Bezugsrahmen des Holocausts lautet bekanntlich Faschismus – und damit auch bürgerliche Gesellschaft und Kapitalismus bzw., genauer, Imperialismus. Dieser materielle und ideologische Bezugsrahmen sollte im Sinne praxisorientierter Analysefähigkeit nicht aufgegeben werden, denn die andere Folge wäre ein Abgleiten in ahistorische, idealistische Oberflächenbesichtigungen und ‑beschreibungen, die nach willkürlichen Gesichtspunkten „Fakten“ zusammentragen, die ohne jeden objektiven analytischen Wert blieben. Wird der Holocaust als das ewige und damit geschichtslose, als das „absolute Böse“ herausgenommen, so entzieht er sich der historischen, materialistischen Analyse – und der Kapitalismuskritik ohnedies. Eine solche Herangehensweise an den Holocaust könnte mitunter apologetischen Ansätzen, die den Faschismus verharmlosen und den Kapitalismus jeder Verantwortung freisprechen wollen, Tür und Tor öffnen. Bezüglich des Holocausts ist die Beantwortung der Fragen „Wer? Wo? Wann? Wie?“ eine Sache, sie ersetzen aber keinesfalls die zentrale Frage: Warum? Und die Antwort auf diese Frage ist nicht in Auschwitz zu finden. – Wir wollen uns in diesem Sinne also ansehen, inwieweit vom gegebenen Bezugsrahmen ausgehend weitere, konkretere Analysen und etwaige Kausalzusammenhänge aussehen können, d.h. Antrieb, Zweck und tiefere Ziele des Holocausts in über tautologische Begründungen hinausgehender Form.

Nachdem wir uns im vorangegangen Abschnitt damit beschäftigt haben, wollen wir zunächst bei der faschistischen Ideologie verweilen. Es liegt ja auf der Hand bzw. wir haben es bereits angeführt und ausführlich zitiert, dass in der NS-Rassentheorie der Vernichtungswille gegenüber den Juden und Jüdinnen festgehalten ist. Die praktische Umsetzung der versuchten systematischen Ausrottung der Juden und Jüdinnen mit industriellen Mitteln, wie sie 1941 begann, hat durchaus direkte Entsprechungen in der NS-Ideologie. Handelt es sich daher um eine schlichte Folgerichtigkeit, eine Folgerichtigkeit von der Idee zur Tat, von Übergriffen zu den Rassengesetzen, von der Deportation zum Genozid, vom Konzentrations- zum Vernichtungslager? Kaum, man möchte annehmen, die faschistische Diktatur hätte während des Krieges seine Kapazitäten anderweitig logischer einsetzen können als im Rahmen der konsequentesten Umsetzung ihrer Rassenideologie, von der viele wussten, dass sie falsch und unsinnig, ein reines Propaganda- und Agitationsmittel war. Dass dies im gesamten NS-Apparat an wichtigen Stellen jedoch nicht klar war, ist wohl die – wenn man so will – irrationale Komponente des Holocausts. Wenn es diese aber sehr wohl gibt – ausgehend von der ideologischen Aufbereitung –, in welchem Verhältnis stehen also die irrationale Komponente und die rationale Zweckmäßigkeit, die es seitens des deutschen Faschismus ebenso gibt. – Um dies zu erfassen, möchten wir zunächst „chronologisch“ vorgehen, d.h. von der Situation vor 1941. 

Kurt Pätzold schreibt: „Der Judenmord besaß seinen Platz in den politischen Kalkülen der Machthaber. Das gilt in der ‚Kampfzeit’ und für die Herrschaftsphase der deutschen Faschisten. (…) Ideologische, politische und materielle Antriebe bildeten ein Geflecht, dessen Anteile quantitativ nicht bestimmt werden können. Dieser Prozess der Diffamierung, Drangsalierung, Enteignung, Beraubung und Vertreibung der Juden ist undenkbar ohne antisemitische Ideologie, ohne ein abstrus-groteskes Weltbild von der Rolle der Juden, ohne Arierwahn, Erscheinungen, die nicht nur als Instrumente zur Rechtfertigung dieser Politik angesehen werden können, sondern ein Eigen- und Vorleben besaßen. Die Täter an der Staatsspitze und auf den Führungsebenen mögen unterschiedlich motiviert gewesen sein und der Mischungsgrad von Wahn und Kalkül mag sich von Judenfeind zu Judenfeind unterschieden haben. Im gesellschaftlichen, faschistischen Ganzen indessen wirkte beides ineinander, konnte dieser jenes verstärken und umgekehrt.“ [1]

Pätzold spricht hier auch an, dass es kaum – oder gar nicht – möglich sei, die Anteile ideologischer, politischer und materieller Antriebe zu bestimmen. Nun, zu versuchen, diese Verhältnisse „messbar“ zu machen, wäre wahrlich absurd und in subjektiver Hinsicht recht sinnlos. Nicht umhin kommt man allerdings, in den einzelnen Etappen objektive Begebenheiten zu betrachten, die maßgebliche Antriebe einer Entwicklung sind, die in Richtung Holocaust laufen oder sogar treiben. In der Tat wird es keine monokausale Erklärung geben, wohl aber ein, wie von Pätzold ebenso erwähnt, Zusammen- und Ineinanderwirken verschiedener Komponenten, die sich jedoch durchaus nicht einer Einschätzung bezüglich ihrer Wirksamkeit und Bedeutung entziehen müssen.

Betrachten wir zunächst die ökonomische Rationalität. Die Zeit vor 1941 ist – freilich in der unmittelbaren Praxis ihrer Umsetzungsbedingungen massiv unterstützt durch die „irrationale“ Ideologie – im Wesentlichen als ökonomisch zweckmäßige Judenverfolgung zu sehen. Enteignungen, „Arisierungen“ haben zweifelsfrei eine ökonomische (und „soziale“) Bedeutung. Auf diese Weise wurde die Staatskriegskasse aufgefüllt, die Nutznießer waren Industrie und Banken etc. Gleichzeitig finden sich auch weniger gut situierte Nutznießer der Enteignungen, des Raubs, der Erpressung und der Judenvertreibung, im Kleinbürgertum, ja selbst unter „einfachen“ Menschen, denen so z.B. neue berufliche Aufstiegsmöglichkeiten oder Wohnungen geboten wurden – dies hat freilich eine das System unterstützende Rückwirkung, stabilisiert die Massenbasis, die angesichts bloßer ideologischer Propaganda nicht unbedingt zu überzeugen gewesen wäre.

Im großen Stil haben natürlich die Konzentrationslager eine zutiefst ökonomische Zweckmäßigkeit: sie ermöglichen offene Sklavenarbeit, eine ungehemmte Auspressung der Arbeitskraft bis zur physischen Erschöpfung; tritt diese beim Individuum nachhaltig ein, so ist die Ermordung der sodann unproduktiven Menschen ebenfalls im Rahmen der kapitalistischen Logik – innerhalb des Kapitalismus bleibt dies „rational“: was nicht verwertbar ist, ist entbehrlich. Soweit die Systematik des Konzentrationslagers, das charakterlich ein Sklavenarbeitslager ist (daneben aber natürlich der politischen und gesellschaftlichen „Säuberung“ dient). Gänzlich anders verhält es sich aber eben mit den Vernichtungslagern, die nur zum weitaus minderen Teil ökonomische Bedeutung haben können. Daher ist der entscheidende Punkt der Übergang von der Deportations- und Versklavungspolitik zur Ingangsetzung der direkten Vernichtungsmaschinerie, um die es im Rahmen des Holocaust eigentlich geht. Die maximale und rücksichtslose Ausbeutung der Arbeitkraft bis zur unumkehrbaren Entwertung ist eine Sache, der systematische direkte Massenmord ist eine wesentlich andere Sache. Die „Erklärung“ zum (irrationalen) Selbstzweck kann nicht befriedigend sein, denn sie käme in gewisser Weise einer geistigen Kapitulation vor der Monstrosität der Verbrechen des deutschen Faschismus gleich und ließe uns vor allem handlungsunfähig zurück.

Im Rahmen des industriellen Massenmords wird die ökonomische Komponente zwar nicht ausgeschaltet, sie kann aber kaum noch als entscheidend betrachtet werden. Zweifellos wird auch im Rahmen der „Endlösung“ maximaler Profit herausgeschlagen, nämlich durch die Verwertung des letzten Eigentums der Opfer und bis zur teilweisen Verwertung der Leichen selbst. Dieser Punkt ist deshalb von Bedeutung, weil er ganz deutlich zeigt, worauf der Kapitalismus hinausläuft. So sehr nämlich die faschistische Ideologie einen Rückfall in die Barbarei darstellt, so ist damit eine eher allgemein humanistische oder moralische Komponente gemeint, die faschistische Ökonomie ist und wäre jedoch die „bestmögliche“, ja die höchste Form des Monopolkapitalismus. Der Holocaust ist keineswegs der krasse Widerspruch zur bürgerlichen Moderne, sondern Ausdruck ihrer brutalsten Form. Tatsächlich wird die warenfetischistische Perversion der bürgerlichen Gesellschaft auf die Spitze getrieben: nicht nur die menschliche Arbeitskraft, nicht nur der offen sklavische Mensch selbst, nein: sogar menschliche Rohstoffe werden zur Ware. – Und in allgemeiner Dimension gefasst: Unter den Bedingungen der allgemeinen Krise des Kapitalismus „führen die kapitalistischen Widersprüche zu einer ungeheuren Perversion dieses ‚Fortschritts’“ der Produktivkraftentwicklung. „Unfähig, die Produktivkräfte voll für friedliche Zwecke zu nutzen, verwandelt der Kapitalismus einen großen Teil der Produktivkräfte in Destruktivkräfte, in Mittel der Zerstörung und des Massenmordes, in Mittel des Aggressionskrieges.“ [2] – Durchaus besteht ein gegebener Zusammenhang zwischen Profitinteressen (und direkten kapitalistischen Existenzinteressen) und Holocaust, ein monokausaler Erklärungsansatz kann auch daraus jedoch nicht konstruiert werden.

Ebenso – und wohl im weitaus größeren Ausmaß – hat der Holocaust eine strategische Bedeutung in nationalsozialistischen Gesamtzielsetzungen: sowohl bezüglich der Situation im Kriegsverlauf einerseits, sowie andererseits bezüglich planmäßiger demografischer Begebenheiten und Entwicklungen, die auch auf die strategische faschistische Nachkriegsordnung weisen (gemeint ist natürlich jene Nachkriegsordnung, die den militärischen Sieg Deutschlands vorausgesetzt hätte). Vor diesem Hintergrund kann eine weitere Zweckmäßigkeit des Holocausts im größeren Rahmen sichtbar werden, was nicht unbedeutend ist, denn so wie die „Erklärung“ des Holocausts als „reiner Wahnsinn“ widersinnig ist, so wäre seine „Erklärung“ zum „reinen Widersinn“ wahnsinnig. Ebenso wie von der angeblichen Unerklärbarkeit sollte man sich auch vor den angeblichen Dysfunktionalität des Holocausts verabschieden. Welche Funktionalität wäre vor dem Hintergrund strategischer Gesamtziele des faschistischen deutschen Imperialismus zu benennen?

Ausgehen wollen wir zunächst von dem, was Gossweiler anspricht, wenn er über die widersprüchliche Lage des deutschen Imperialismus im Laufe des Krieges, aus der sich zwingend widersprechende Interessen ergeben, schreibt: „Die Angehörigen der unterworfenen Völker waren einerseits ein nahezu unerschöpfliches Arbeitskräftereservoir. Sie waren aber auch ebenso unerschöpfliches Reservoir für den antifaschistischen Widerstands- und Befreiungskampf dieser Völker. Vom Standpunkt der Versorgung der Rüstungswirtschaft mit Arbeitskräften war die massenweise Ermordung arbeitsfähiger Russen, Ukrainer und Polen ‚dysfunktional’; aber vom Standpunkt der Unmöglichkeit, auf Dauer 400 Millionen Europäer, darunter fast 200 Millionen Sowjetbürger, durch 70 Millionen Deutsche zu beherrschen, war eine Politik der – mit Generalfeldmarschall Reichenau zu sprechen – ‚erbarmungslosen Ausrottung artfremder Heimtücke … und damit Sicherung des Lebens der deutschen Wehrmacht in Russland’, also der systematische Völkermord, keineswegs ‚dysfunktional’, sondern eine zwingende Notwendigkeit. Dies ist nicht gesagt als ausreichende Erklärung für die faschistische Judenausrottungspolitik – hier spielten noch eine Reihe anderer Faktoren mit; aber diese Ausführungen machen wohl klar, wie prinzipiell falsch die undialektische Anwendung des Begriffs der ‚Dysfunktionalität’ und die daraus abgeleitete Schlussfolgerung über den angeblichen ‚Triumph’ der faschistischen ‚Ideologie’ über die Interessen der Monopolbourgeoisie sind.“ [3] – Gossweiler führt hier mit einem Beispiel bezüglich des deutschen Vernichtungskrieges in Osteuropa aus, was auch für den systematischen Massenmord an Juden und Jüdinnen Relevanz hat. Der Holocaust mag einseitig betrachtet zwecklos, irrational, ja sogar widersinnig erscheinen, in anderer Hinsicht besteht hier aber durchaus eine zielgerichtete imperialistische Zweckmäßigkeit.

Und zwar besteht diese Zweckmäßigkeit in geplanten und systematisch durchzuführenden demografischen Veränderungen in Deutschland und den besetzen Gebieten, vor allem im Osten. Diese Veränderungen mussten infolge des Kriegsverlaufes unweigerlich von der Deportationspolitik zur Vernichtungspolitik übergehen, oben ist es angesprochen. Je mehr Gebiete die Wehrmacht besetzt, desto mehr Menschen muss sie permanent unter Kontrolle halten, beherrschen und unterdrücken. Je mehr sich diese – unweigerlich terroristische – Unterdrückung verschärft, desto mehr wird sich der antifaschistische Widerstand entwickeln. Doch gleichzeitig benötigt die Wehrmacht auch größtmögliche Kräfte für die weitere Kriegsführung, weshalb sich der deutsche Imperialismus in einem Dilemma befindet. Eine durchaus zweckmäßige Entscheidung ist es vor diesem Hintergrund, antifaschistische Widerstandsansätze von vornherein zu verunmöglichen. Um dies tatsächlich nachhaltig zu tun, reicht es nicht aus, bloß die führenden Persönlichkeiten des (möglichen oder bereits bestehenden) antifaschistischen Widerstandskampfes auszuschalten – wie es das faschistische Terror- und Verfolgungssystem bereits vorgibt –, sondern ebenso muss das gesamte menschliche Reservoir für den antifaschistischen Kampf minimiert werden. Und doch wird diese allgemeine Wendung zur systematischen Vernichtungspolitik nicht nur für den Kriegsfaschismus nötig, sondern ebenso für die vorgesehene Nachkriegsordnung (nach dem erhofften „Endsieg“). Der „Lebensraum im Osten“, der zur deutschen Kolonisation vorgesehen war, war ja nicht menschenleer, sondern hätte – bis auf das nötige Sklavenmaterial – erst entvölkert werden müssen bzw. wäre zumindest eine signifikante Reduktion der autochthonen Bevölkerung nötig gewesen. Neben diesen sachlichen Eigentums- und Raumfragen sozialer und ökonomischer Natur spielt nun auch bei der Nachkriegsordnung wiederum die technische Frage der Machtausübung, der Herrschaft der deutschen Minderheit über die slawische Mehrheit, eine Rolle. Das bedeutet, dass der systematische Völkermord nicht nur kriegsbedingt zu verstehen ist, sondern auch und gerade über den Krieg hinausweisend.

Das im neuen Ausmaß Erschreckende, nämlich über die bekannten Fakten des Holocausts Hinausgehende, an dieser Einschätzung ist die potenzielle Perspektive, die somit vorlag. Denn es kann davon ausgegangen werden, dass die Ausrottung der jüdischen Menschen in Europa „nur“ der erste Schritt einer noch größeren demografischen Neuordnung Mittel- und Osteuropas mit mörderischen Mitteln gewesen wäre; dass also in weiterer Folge bezüglich der Menschen anderer oder gar keiner Religionszugehörigkeit, insbesondere in Polen und in der westlichen und südwestlichen Sowjetunion, ebenso der systematische Genozid integraler Bestandteil der großdeutschen Neuordnung Europas gewesen wäre. Hätte man dem deutschen Faschismus nicht das Handwerk gelegt, so hätte nicht nur der Massenmord an den jüdischen Menschen, sondern wohl ein Massenmord weit über diese Bevölkerungsgruppe hinaus noch größere Dimensionen erreichen können. Zumindest kann man annehmen, dass die Gesamtstrategie des deutschen Imperialismus schlussendlich derartiges vorgesehen hätte – durchaus in logischer innerer Geschlossenheit und keineswegs aufgrund einer „irrationalen“ und den Interessen des deutschen Finanzkapitals und Großgrundbesitzes zuwiderlaufenden Verselbständigung der faschistischen Ideologie.

Wir können mittlerweile doch einen gewissen politisch-ökonomischen, strategischen und militärischen Hintergrund des Holocausts erkennen, der allemal kausale Erklärungsansätze ermöglicht. Es besteht daher keine Notwendigkeit, den Holocaust als unerklärliches Phänomen aus der Geschichte zu abstrahieren und ihn außerhalb der Bedingungen der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft zu stellen – außer, man verfolgt damit eben einen unlauteren Vorsatz.

Wir wollen nun abschließend aber noch einmal darauf eingehen, was wir zu Beginn dieses Abschnitts als durchaus auch vorhandene „irrationale Komponente“ des Holocausts bezeichnet haben. Wenngleich es also doch zu einfach erscheint, sich bezüglich der „Erklärung“ des Holocausts auf eine angebliche Verselbständigung der NS-Ideologie zu reduzieren, d.h. de facto auf die Verselbständigung der faschistischen Führung vom herrschenden Monopolkapital und seinen durch und durch rationalen Interessen, so hat die antisemitische Rassenideologie natürlich sehr wohl einen eigendynamischen Niederschlag unter den AnhängerInnen des NS-Regimes gefunden. Man könnte hier nun einwenden, es sei eher unsinnig, Aspekte des Holocausts aus dem ideologischen Überbau erklären zu wollen – doch so einfach ist es freilich nicht, denn der marxistische Materialismus ist ja keine Einbahnstraße. Karl Marx meinte bekanntlich, „die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.“ [4] – Das gilt freilich nicht nur für die revolutionäre Theorie, daher fügt Kurt Pätzold berechtigterweise hinzu: „Auch die reaktionäre Idee, zu demagogischen Zwecken verbreitet, wird materielle Gewalt, wenn sie die Massen ergreift.“ [5] Für die NS-Rassenideologie, die wie gesagt bereits ursprünglich den eliminatorischen Antisemitismus vertritt, gilt dies mit Sicherheit. Natürlich hat diese Irrationalität keine unbedeutende Anzahl von Menschen ergriffen, die nebenbei auch nicht unbedingt prägungsfrei von Jahrhunderte überdauernden judenfeindlichen und antisemitischen Tendenzen in Europa waren und somit eine gewisse positive Rezeptionsbereitschaft zeigten. Beamte, Soldaten und Funktionäre im NS- und Staatsapparat konnten auf diese Weise bestimmt dem Holocaust in der einen oder anderen Weise eine zusätzliche Dynamik „zurückgeben“. Verstärkt wurde die Vernichtungsdynamik, was auf den ersten Blick wiederum „irrational“ anmutet, nochmals durch die drohende Kriegsniederlage des deutschen Faschismus: Die Angst vor der Vergeltung für die bereits begangenen Verbrechen führte dazu, dass in weiten Teilen des NS- und Staatsapparates, der Wehrmacht sowie in Teilen der Bevölkerung die Überzeugung vorherrschte, dass mit allen verfügbaren Mitteln der mörderischsten Brutalität diese Niederlage abgewendet werden müsste – auch dies „rechtfertigte“ es, die militärische, terroristische und industrielle Vernichtungsmaschinerie weiter auf vollen Touren laufen zu lassen, obwohl der Krieg absehbarer Weise verloren war. – So mögen hier unterm Strich durchaus zusätzliche Komponenten, gewissermaßen „irrationaler“ und ideologisch-propagandistisch verankerter Natur, vorliegen, die bestimmte Facetten des Holocausts beeinflusst haben und daher auch zu dessen Analyse beitragen können. Die ursächliche (und schon gar nicht eine einseitige) Begründung wird man auf dieser Basis jedoch nicht finden.

Zweifelsohne gibt es im Bereich der Holocaust-Forschung noch immer genug zu tun und die marxistische Wissenschaft täte gewiss gut daran, dieses Feld nicht bürgerlichen Halb- und Nichtanalysen zu überlassen.

Fußnoten:

[1] Pätzold, Kurt: Judenmord – warum? In: junge Welt, 29.11.2003

[2] Der Imperialismus der BRD. Berlin 1971, S. 549

[3] zitiert nach: Kühnl, Reinhard: Faschismustheorien – Texte zur Faschismusdiskussion 2. Reinbek bei Hamburg 1979, S. 219 f.

[4] Marx, Karl: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie – Einleitung. In: MEW 1, S. 385

[5] Pätzold, Kurt: Faschismus, Rassenwahn, Judenverfolgung. Berlin 1975, S. 32 f.

Quelle: Tibor Zenker, Was ist Faschismus?, Wien 2006, S. 76–87

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