Nachdem eine unbemannte Drohne einen britischen Militärstützpunkt in Zypern angegriffen hat, steigt die Kriegsgefahr für das Land und die ganze Region. Die Fortschrittliche Partei des arbeitenden Volkes (AKEL) und die Kommunistische Initiative Zyperns fordern eine Auflösung aller dieser Stützpunkte.
Nikosia. Kurz nachdem der britische Premierminister Keir Starmer den USA angeboten hatte, britische Basen für Angriffe auf Iran zu nutzen, kam es zu einem Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri, Zypern. Es gab keine Verletzte, lediglich „geringer Sachschaden“ sei entstanden, teilen Behörden mit
In einer Erklärung zu diesen Angriffen betont das Zentralkomitee der Fortschrittlichen Partei des arbeitenden Volkes (AKEL): „Der jüngste Angriff auf die britischen Stützpunkte auf unserer Insel bestätigt die Gefahren, die ihre Präsenz für Zypern und unser Volk mit sich bringt. Wir fordern die Regierung auf, der britischen Regierung zu vermitteln, dass Zypern und sein Volk jede Art von militärischer Beteiligung der Stützpunkte an Konflikten in der Region ablehnen.“
AKEL fordert von der Regierung sicherzustellen, dass die Infrastrukturen der Republik Zypern nicht für militärische Operationen und Angriffe in der Region genutzt werden.
Angesichts der militärischen Eskalation nach den Angriffen der Vereinigte Staaten von Amerika und Israel auf den Iran sowie den militärischen Reaktionen Teherans warnt die Partei vor unvorhersehbaren Gefahren für alle Staaten der Region, einschließlich Zyperns.
Auch die Kommunistische Initiative Zyperns stellt in einer Erklärung fest, dass Zypern durch die britischen Militärstützpunkte ein potentielles Ziel für Vergeltungsmaßnahmen darstellt. Die Initiative kritisiert die immer engere Anbindung Zyperns an die euro-atlantischen imperialistischen Pläne der USA, der NATO, der EU und ihrer Verbündeten wie Israel sowie die Umwandlung des Landes in eine Kriegsbasis.
Angesichts des Drohnenangriffs betont die Initiative: „Die Realität beweist, dass durch die Angleichung an euro-atlantische Pläne und Kriegsstrategien keine Sicherheit garantiert wird.“
Wie auch AKEL fordert die Kommunistische Initiative die Auflösung aller britischen Stützupunkte und ein Ende aller Operationen, die von zyprischem Territorium aus im Zusammenhang mit dem Krieg durchgeführt werden.
Gefahr steigt für die gesamte Region
Am 2. März wurde der Krieg vonseiten Israels auch auf den Libanon ausgeweitet. In der Reaktion auf den Drohnenangriff beschloss außerdem Frankreich die Entsendung einer Fregatte nach Zypern sowie die Lieferung von Drohnen- und Raketenabwehrsystemen. Auch Griechenland hat die beiden Fregatten „Kimon“ und „Psara“ auf den Weg nach Zypern geschickt. Darüber hinaus sind bereits vier griechische F16-Kampfjets auf dem Flughafen von Paphos stationiert.
Angesichts dieser Entwicklungen äußerte sich auch die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE). In einer Erklärung fordert das Zentralkomitee der Partei den sofortigen Rückzug Griechenlands aus der „von den Vereinigten Staaten und Israel gegen Iran entfachten Kriegseskalation“. Die griechische Regierung weigere sich jedoch nicht nur, bereits stationierte Einheiten aus Saudi-Arabien und dem Roten Meer zurückzuholen, sondern kündige im Gegenteil die Entsendung weiterer Fregatten und Kampfflugzeuge an. Die Behauptung, dies geschehe zur „Verteidigung Zyperns“, bezeichnet die KKE als „kolossale und schamlose Lüge“ und argumentiert, die griechischen Kräfte dienten faktisch dem Schutz britischer Basen und anderer NATO-Infrastruktur auf der Insel.
Zugleich warnt die Partei vor den wachsenden Gefahren für die griechische Bevölkerung selbst. Solange die Regierung der Nea Dimokratia Militärbasen und Infrastruktur als Ausgangspunkte für Kriegseinsätze zur Verfügung stelle und die Begründungen der USA und Israels übernehme, bestehe ein reales Risiko von Vergeltungsschlägen. Die KKE fordert daher die Schließung aller Militärstützpunkte – von Souda auf Kreta bis Alexandroupoli und Larisa –, den Abzug der in Saudi-Arabien stationierten Patriot-Raketen sowie die Rückkehr aller griechischen Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge aus der Region. „Der Krieg der Imperialisten ist nicht unser Krieg“, heißt es abschließend.
Quellen: In Defense of Communism/In Defense of Communism/Junge Welt/Euronews/In Defense of Communism


















































































