Linz. Am Dienstag, dem 3. März 2026, treten die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler erneut in einen ganztägigen Streik. Die Arbeitsniederlegung dauert von 5:30 bis 19:30 und betrifft alle acht Standorte. Hintergrund sind die seit Wochen laufenden Kollektivvertragsverhandlungen, in denen es auch nach sechs Runden zu keiner Einigung gekommen ist.
Nach Angaben aus dem Kreis der Beschäftigten liegt weiterhin kein Angebot der Gegenseite vor, das als verhandlungsfähig betrachtet wird. Besonders bei der geforderten Arbeitszeitverkürzung, die als zentrale Maßnahme zur Entlastung des Personals gesehen wird, gebe es kaum Bewegung.
Mit dem zweiten Streik innerhalb kurzer Zeit erhöhen die Beschäftigten nicht nur den Druck auf die Träger der Spitäler, sondern auch auf die Landespolitik. Das Land Oberösterreich finanziert die Ordensspitäler maßgeblich mit.
Die Gewerkschaft Vida schreibt in einer Aussendung, dass es bei den Auseinandersetzungen nicht allein um arbeitsrechtliche Fragen, sondern auch um die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Bundesland geht. Bereits jetzt sind in mehreren Häusern Betten gesperrt, weil Personal fehlt. Eine Arbeitszeitverkürzung wird von den Streikenden als notwendiger Schritt gesehen, um Überlastung zu reduzieren und den Beruf langfristig attraktiver zu machen.
In mehreren Ordensspitälern berichten Beschäftigte von Problemen bei der praktischen Umsetzung des Streiks. So werde ihre angekündigte Streikteilnahme teilweise nicht ausreichend berücksichtigt.
Als Beispiel wird das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz genannt. Pflegekräfte einer Station erklären, sie hätten ihre Ärztinnen und Ärzte sowie die Geschäftsführung fristgerecht darüber informiert, dass ihr Team am Dienstag streiken werde. Geplante Aufnahmen müssten daher für die Dauer des Streiks verschoben werden. Akute Fälle würden selbstverständlich versorgt.
Nach Darstellung der Beschäftigten sei dennoch vorgesehen, die Station mit deutlich reduziertem Personal weiterzuführen. Das sei weder im Sinne der Patientinnen und Patienten noch angesichts der ohnehin bestehenden Personalknappheit nachvollziehbar. Bereits seit längerer Zeit seien Betten gesperrt, weil Personal fehle.
Zudem berichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Einschüchterungen im Vorfeld des Streiks. Aus dem Kreis der Betroffenen ist von einem harten Vorgehen der Arbeitgeber gegen streikbereite Beschäftigte die Rede.
Der Streik dauert den gesamten Dienstag an. In Linz, Wels und Grieskirchen sind zusätzlich öffentliche Streikversammlungen geplant.
Quelle: Vida




















































































